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TU Berlin

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Eine ideale Besetzung

Bettina Satory und Bernd Mahr haben dafür gesorgt, dass das Deutschlandstipendium an der TU Berlin ein Erfolg ist

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Sie konnten sich freuen: 43 Studierende aus allen sieben Fakultäten der TU Berlin, darunter auch sechs Erstsemester, bekamen mit Beginn des Wintersemesters 2011/2012 ein Deutschlandstipendium verliehen. Zwölf Monate werden die Auserwählten nun mit 300 Euro pro Monat, die jeweils zur Hälfte von den privaten Geldgebern und vom Bund gezahlt werden, unterstützt. Die Spender sind ehemalige Professoren der TU Berlin, Wirtschaftsunternehmen, Stiftungen und TU-Alumni. Die 43 Stipendien sind der Erfolg von Bettina Satory und Bernd Mahr, und er wurde nur möglich, weil die Leiterin des Career Service der Universität und der emeritierte Informatik-Professor wohl so etwas wie die Idealbesetzung für diese Aufgabe sind. „Wir haben von Beginn an perfekt zusammengearbeitet und uns ergänzt“, sagen sie. Und das war notwendig. Denn was die Zahl 43 nicht so ohne Weiteres verrät und einem erst bewusst wird, wenn man mit beiden spricht, ist, dass sich dahinter ein enormer Kraftakt verbirgt. Aber nicht etwa, weil es an Sponsoren gemangelt hätte. „Nein“, sagt Bettina Satory, „die rennen uns eher die Türen ein. Sondern weil innerhalb kürzester Zeit Managementstrukturen aufgebaut werden mussten, damit das Deutschlandstipendium an der Universität verankert werden konnte – und das alles ohne zusätzliche Ressourcen“, so Bettina Satory. Wobei sie höchsten Wert darauf legt, zu betonen, dass sie diese Arbeit nur so erfolgreich leisten konnte, weil sie Mitarbeiterinnen an ihrer Seite habe, auf die sie sich hundertprozentig verlassen könne. „Was die Sache komplex und schwierig gemacht hat“, erläutert Bernd Mahr, „war, die gesetzlichen Vorgaben des Bundesbildungsministeriums mit dem Landesgesetz und den hochschuleigenen Richtlinien kompatibel zu machen. Und es mussten die verschiedenen Stellen in der Universität – die Hochschulverwaltung, die Fakultäten und die Förderer – miteinander verzahnt werden.“ Die gesetzlichen Rahmenbedingungen hätten einen immensen organisatorischen und bürokratischen Aufwand „kreiert“.

Bettina Satory ist für die Gestaltung des Vertragswesens und das  Bewerbungs- und Finanzmanagement verantwortlich, Bernd Mahr als Vorsitzender der Auswahlkommission für die Vergabe der Stipendien. „Es war mir wichtig, dass die Sponsoren keinen Einfluss auf die Auswahl der Stipendiaten hatten. Es darf ja nicht der Eindruck entstehen, dass wir unsere Studierenden verkaufen“, sagt Mahr, der bis 2011 an der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik lehrte. Die 41-Jährige hat sich für das Deutschlandstipendium an der TU Berlin eingesetzt, weil sie sehen konnte, wie viele „kluge und gesellschaftlich engagierte junge Leute“ sich dafür beworben haben. Von deren Leistungen und Persönlichkeit werde die Universität nun profitieren. Und für die Studierenden wiederum sei das Stipendium eine enorme Hilfe, sorgenfreier und damit gut und zielgerichteter studieren zu können. Den 66-Jährigen überzeugt das Deutschlandstipendium, weil er darin eine Basis sieht, das an deutschen Hochschulen noch wenig etablierte Instrument des Fundraisings aufzubauen. „Das Entscheidende des Deutschlandstipendiums sind für mich nicht die 300 Euro. Was ich daran interessant finde, ist, dass es ein Weg für eine neue Finanzierungskultur einer Universität sein könnte, wenn man es strategisch richtig angeht.“ Strategisch richtig bedeutet für ihn, die systematische Einwerbung von Sponsoren mit dem Aufbau eines Fundraisings an der TU Berlin zu verbinden.

Sybille Nitsche

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