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TU Berlin

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Ehrungen, Auszeichnungen 2010

Leibniz-Preis für Prof. Dr. Anja Feldmann

Das Team um Anja Feldmann hat bereits verschiedene Strukturen für das Internet der Zukunft entworfen.
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Prof. Dr. Anja Feldmann bekommt den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis. Dies teilte jetzt die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit. Die Ehrung ist einer der bedeutendsten deutschen Forschungspreise und mit 2,5 Millionen Euro dotiert. Anja Feldmann besetzt die Professur „Intelligent Networks and Management of Distributed Systems“, eine Stiftungsprofessur der Deutschen Telekom AG, die mit der TU Berlin die Deutschen Telekom Laboratories als An-Institut betreiben. Die international hoch angesehene Wissenschaftlerin beschäftigt sich konkret mit der Internet-Verkehrsanalyse und -Modellierung sowie dem Internet-Routing.

Die TU Berlin und die Deutsche Telekom Laboratories konnten vor Kurzem unter Leitung von Anja Feldmann eines der weltweit größten Outdoor-Forschungsfunknetzwerke auf dem Universitätscampus in Berlin-Charlottenburg in Betrieb nehmen. Solche Netze sind in der Branche als "Mesh Networks" bekannt. Das Team um die TU-Wissenschaftlerin hat bereits verschiedene Strukturen für das Internet der Zukunft entworfen. Doch ob diese auch tatsächlich mit Millionen Rechnern funktionieren, das wissen die Informatiker noch nicht. Um ihre Ideen möglichst real testen zu können, beteiligt sich das Team auch am „G-Lab“, dem German Laboratory. Das ist ein deutschlandweiter Zusammenschluss von Einrichtungen, die an der Zukunft des Internets forschen. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben mit elf Millionen Euro.

Ihre Studien zu den Möglichkeiten und Grenzen des Web-Proxy-Caching beeinflusste die Geschäftsentscheidungen zahlreicher Internet-Dienste, die auf Feldmann zurückgehenden Methoden zum Komprimieren und Senden aktualisierter Webseiten fanden Eingang in alle Webbrowser und Server. Auch zu dem Softwarepaket Netscope, mit dem der Verkehr innerhalb eines Internet-Dienstes visualisiert und optimiert wird, hat die Informatikerin maßgeblich beigetragen. Mit ihm berechnete Feldmann zudem erstmals eine Verkehrsmatrix für einen Internet-Dienst, was sie später auf eine globale Verkehrsmatrix für das gesamte Netz ausweitete. In jüngeren Arbeiten beschäftigt sich Feldmann mit Systemen zur Abwehr gezielter Angriffe auf Hochgeschwindigkeitsnetze und mit neuen Anwendungs- und Nutzungsformen wie Chats, web 2.0 und Soziale Netzwerke. Die hier gewonnenen Erkenntnisse sollen die Architektur des Internets weiter verbessern.

Auszug aus TU Medieninformation 348/2010

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