direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Habilitationen 2006

Habilitationsvortrag

Windenergie im Stromnetz - Störfaktor oder Chance?
Dr.-Ing. Detlef Schulz, Hamburg
Mittwoch, den 18. Januar 2006, 12.00 Uhr, Raum FR 5516

Begrenzte Ressourcen fossiler Brennstoffe, steigende Rohstoffpreise und internationale Klimaschutzziele erzwingen einen Umbau der Energieversorgung. Erneuerbare Energien sind dafür eine zukunftsfähige Alternative. Kurz- und mittelfristig sind die höchsten Zuwachsraten von der Windkraft zu erwarten. Ende 2004 waren in Deutschland bereits Windkraftanlagen (WKA) mit einer Gesamtleistung von mehr als 16.800 MW installiert. In einigen Bundesländern liegt der mögliche Anteil der WKA am Nettostromverbrauch schon heute über 30 Prozent.

Die Energiebereitstellung durch WKA ist windabhängig und erfolgt diskontinuierlich mit geringer Leistungsabgabe im windschwachen und überproportional hoher Leistungsbereit-stellung in windstarken Zeiten. Diese Charakteristik ist nicht an den Lastgang des Verbrauchs im Netz angepasst. Deshalb und wegen des zu erwartenden weiteren Anlagenzubaus haben einige Übertragungsnetzbetreiber ergänzende Netzanschlussrichtlinien erlassen. Diese neuen Anforderungen und Möglichkeiten ihrer Umsetzung an WKA werden anhand von Simulationen und Messergebnissen diskutiert. Dazu wird ein Überblick über den technischen Stand der Windkraftnutzung, die Art ihrer Netzkopplung und mögliche Störeinflüsse auf das Netz gegeben.

Exemplarisch lassen sich die Ergebnisse der Umsetzung der Netzanschlussrichtlinien in einem Windpark zeigen. Hierbei profitiert auch der Windparkbetreiber, da z. B. eine verbesserte Blindleistungsstellung im Sinne einer Ertragssteigerung auch in seinem Interesse liegt.

Die Energiebereitstellung Eine weitere Netzintegration von WKA erfordert eine angepasste Struktur des Energie-versorgungsnetzes für die dezentrale Stromerzeugung. Der Einsatz von Energiespeichern ermöglicht abhängig von der Kapazität und der Zeitkonstanten des Speichers eine Beteiligung an der Frequenz-Wirkleistungsregelung, die anhand von Simulationen erläutert wird. Dadurch erscheint eine schrittweise Ablösung der bestehenden fossilen Kraftwerksleistungen durch erneuerbare Energien realistisch. Für den Übergang zu einer vorrangig dezentralen Energieversorgung ergeben sich einige Aufgabenstellungen, die einer vertieften Diskussion bedürfen. Besonders WKA können einen wesentlichen Beitrag zur Lösung dieser vorrangig technischen Fragestellungen leisten.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.