direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Habilitationen 2002

Habilitationsvortrag

Frameworks zur Realisierung verteilter kooperierender Systeme und Online-Dienste
Dr.-Ing. Sahin Albayrak
Mittwoch, 24. April 2002, 10.30 Uhr s.t., Raum FR 5516

Abstract

Geschlossene, zentralistische Systeme werden zunehmend von dezentralen Systemen verdrängt. Verteilte kooperierende Systeme stellen dabei den nächsten Schritt zur Bewältigung der immer komplexer werdenden Aufgabenstellungen dar. Sie versprechen eine flexiblere Nutzung verfügbarer Ressourcen sowie ein höheres Maß an Skalierbarkeit, Robustheit, Managebarkeit und Offenheit.

Einen viel versprechenden Ansatz zur Entwicklung verteilter kooperierender Systeme und von Online-Diensten stellt die Agententechnologie dar. Im Mittelpunkt steht der Begriff des Software-Agenten, der sich durch die Attribute Delegation, Handlungsautonomie, Kommunikation und Koordination charakterisieren lässt. Diese Konzepte ermöglichen die Realisierung gut skalierbarer, offener Multiagentensysteme, in denen sich die Systemkomponenten, d.h. Agenten, selbst koordinieren. Die Mobilitätseigenschaft versetzt Software-Agenten darüber hinaus in die Lage, zum Zwecke einer besseren Ressourcennutzung ihre Lokalität zu wechseln. Software-Agenten als informationsverarbeitende Prozesse besitzen generische Fähigkeiten zur Informationsspeicherung, zum Reasoning und zur Kommunikation. Diese Fähigkeiten werden in der Agentenarchitektur zu einem Informationsverarbeitungsmodell gekoppelt. Skalierbare Architekturen erlauben die Definition unterschiedlich komplexer Verarbeitungsmodelle, wodurch sich sowohl schlanke mobile, rein reaktive, als auch komplexe stationäre, mit kognitiven Fähigkeiten ausgestattete Agenten umsetzen lassen. Das Zusammenwirken mehrerer Agenten wird durch eine Laufzeitumgebung unterstützt, welche Kommunikationsinfrastruktur und Sicherheitsdienste bereit stellt. Frameworks unterstützen die Entwicklung agentenbasierter Systeme. Sie stellen durchgängige Entwicklungsmethodiken bereit, indem sie Agentenarchitektur und Laufzeitumgebung in ein Vorgehensmodell mit Werkzeugen zur Unterstützung von Analyse, Design, Implementierung, Test und Wartung einbetten.

Der Vortrag beginnt mit einer Vorstellung der wichtigsten Merkmale und Anforderungen an verteilte kooperierende Software-Systeme. Ausgehend von den Anforderungen wird anschließend die Verwendung von Agententechnologien motiviert. Danach wird die agentenorientierte Software-Entwicklung als ein neuer Ansatz des Software-Engineerings vorgestellt. Nach einer Diskussion der elementaren Bestandteile von Agenten-Frameworks wird ein Überblick über den Stand der Technologie in diesem Bereich gegeben. Wie ein solches Framework gestaltet sein kann, wird exemplarisch anhand des JIAC-Frameworks gezeigt. Es wird demonstriert, wie in Zukunft verteilte kooperative Systeme und Online-Dienste effizient entwickelt werden können. Der Vortrag schließt mit einer Erörterung der zentralen Fragestellungen zur zukünftigen Forschung in diesem thematischen Bereich.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.

Habilitationen 2002