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TU Berlin

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Forschung aktuell – 2015

Automatisch sicher fahren

Seit zehn Jahren erforschen die Daimler AG und die TU Berlin gemeinsam neue Software für vernetzten und sicheren Automobilverkehr

Bei der Langen Nacht der Wissenschaften demonstrierten die DCAITI-Forscher mit Modellautos neue Sensortechnologien für Fahrzeuge
Lupe

Mobilität ist heute ohne Software und Vernetzung kaum vorstellbar. Verkehrsinformationen und Wetterlage am Zielort sind jederzeit sowohl im Fahrzeug als auch auf dem Smartphone hochaktuell abrufbar, die Musik kommt direkt aus dem Internet auf die Boxen, neue Dienste wie Carsharing verwischen die Grenze zwischen dem öffentlichen und dem Individualverkehr; Fahrzeuge warnen sich gegenseitig vor Gefahren und Staus auf der Straße.

Was heute selbstverständlich ist, war vor zehn Jahren noch Teil der Forschung. Damals verständigte sich die Daimler AG mit drei Fachgebieten der TU Berlin auf die Ausweitung ihrer bereits langjährigen Zusammenarbeit. Die projektbezogene Kooperation wurde durch die Gründung eines AnInstitutes institutionalisiert. Am Daimler Center for Automotive Information Technology Innovations (DCAITI) erforschen seither mehrere Fachgebiete der TU Berlin Informationstechnik im Automobil mit Schwerpunkt auf Software-Qualität, Driver-Car Interface und Simulationen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit zwei Entwicklungszentren der Daimler AG unter Leitung von Prof. Ralf-Guido Herrtwich und Dr. Jutta Schneider (Nachfolgerin von Dr. Klaus Grimm). Die initialen Fragestellungen, zum Beispiel wie die Software-Entwicklung im Fahrzeug mit neuen Methoden und Werkzeugen noch zuverlässiger werden kann und wie neue vernetzte Fahrzeugfunktionen sowohl im Infotainment als auch bei den Assistenzsystemen sicher, zuverlässig und leicht handhabbar bereitgestellt werden können, beschäftigen die Forscher und Forscherinnen am DCAITI bis heute.

Für die TU Berlin reiht sich die Zusammenarbeit im Rahmen des DCAITI in weitere von der Fakultät IV gepflegte Kooperationen ein, die allesamt für ein sinnvolles Zusammenwirken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Forschung und Lehre stehen. Künftige Ingenieure, Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler finden im DCAITI ein innovatives und modernes Umfeld. Die bereitgestellten Fahrzeuge, technischen Aufbauten, der Zugang zum Daimler-Netzwerk und der regelmäßige Austausch in Forschungsprojekten und im Rahmen von Hospitanzen bei der Daimler AG schaffen einen Praxisbezug, der von Studierenden und Wissenschaftlern gleichermaßen gern angenommen wird. In der Lehre entwickeln die Studierenden in den mit dem DCAITI assoziierten Lehrveranstaltungen neue App-Ideen auf dem Smartphone und im Versuchsfahrzeug oder validieren neue Mobilitätskonzepte für die Stadt der Zukunft mit Hilfe von Simulationen. Die Forschung des DCAITI konzentriert sich dabei nicht nur auf Erstellung von Software für das Auto. Es werden auch Methoden und Werkzeuge erforscht, die es Daimler ermöglichen, ihre Software möglichst systematisch und sicher zu entwickeln. Innovative Werkzeuge geben Hinweise und Vorschläge zur Verbesserung und steigern so die Qualität und Effizienz des Entwicklungsprozesses und der Software. Auf diese Weise entstehen Vorteile bei beiden Partnern: Forschungsergebnisse werden schnell in die Prozesse und die Vorserienentwicklung bei der Daimler AG eingebracht, während sie an der TU Berlin für zahlreiche erfolgreiche Promotionen und Abschlussarbeiten sorgen.

Was in den nächsten zehn Jahren selbstverständlich sein wird, kann heute niemand sagen. Ein Schwerpunkt bleibt beim DCAITI weiterhin die Qualitätssicherung von Software-Systemen sowie das hochautomatisierte Fahren und die Vernetzung von Fahrzeugen und Reisenden für eine kooperative Mobilität. Per Datenaustausch wird der Verkehr stadtweit optimiert, und vernetzte und hochautomatisierte Fahrzeuge finden in Zukunft selbstständig und sicher den Weg durch Parkhäuser und Städte und aktualisieren mit Hilfe ihrer Sensordaten ganz nebenbei die Straßenkarte. Einen Vorgeschmack darauf gab es bereits 2012 bei der Langen Nacht der Wissenschaften – allerdings noch mit handlicheren Modellautos.

Dr. Ilja Radusch, Leiter DCAITI <a href="http://www.eecs.tu-berlin.de/index.php?id=157614">"TU intern" Februar 2015</a>

Weitere Informationen

Dr. Ilja Radusch
DCAITI

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