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TU Berlin

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Was ist Technische Informatik/Computer Engineering?

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Die Entwicklung der Informationstechnik hat die Welt in den letzten Jahren sehr verändert und wird sie weiter verändern. Die Fortschritte in der Mikroelektronik erlauben die Realisierung immer komplexerer digitaler Systeme. Hierzu gehören sowohl allgemeine als auch spezifische, auf ein Problem zugeschnittene Rechnersysteme. Die Anwendungen reichen von der einfachsten Maschinensteuerung über die Automatisierung fertigungs- und verfahrenstechnischer Prozesse bis hin zur computerintegrierten Fertigung und zu komplexen Prozessleitsystemen. Weitere wichtige Anwendungen sind moderne Bordrechner- und Steuerungssysteme in Kraftfahrzeugen, Schienenfahrzeugen, Flugzeugen oder mobilen Robotern, die gesamte Kommunikationstechnik und hochleistungsfähige Arbeitsplatzrechner für ingenieurwissenschaftliche, medizinische und andere Anwendungsbereiche.

Handexoskelett, Hauptanwendungsgebiet ist die medizinische Rehabilitation
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Mit steigender Komplexität derartiger Systeme werden ihre Funktionsweisen und Auswirkungen für den Menschen immer unüberschaubarer. Das trifft nicht nur auf den Benutzer solcher Systeme zu, sondern - aufgrund der durch die Komplexität notwendigen Spezialisierung und Arbeitsteilung - auch und gerade auf die diese Systeme entwickelnden Ingenieure. In dem Maße, in dem Maschinen in kritischen Situationen weit reichende Entscheidungen treffen können, muss das Verantwortungsbewusstsein bei der Systementwicklung gesteigert werden. Der Betriebssicherheit und Gesamteffektivität komplexer Systeme kommen durchgängige Entwurfsverfahren zugute, die im Gegensatz zu klassischen Verfahren die flexible Umsetzung teilweise in Hardware und teilweise in Software ermöglichen. Hierzu ist es notwendig, auch in kleinen Teilentwicklungen einen Gesamtüberblick zu bewahren und ein fachübergreifendes, wesentliche Inhalte aus den Disziplinen Elektrotechnik und Informatik umfassendes Wissen zu vermitteln. Die Entscheidung, welche Teile des Systems z. B. günstiger in Hardware und welche besser als Softwarekomponenten ausgeführt werden sollen, muss auf der Basis solider Kenntnisse beider Bereiche getroffen und verwirklicht werden können.

Die Wasserharfe, Ergebnis eines studentischen Projektlabors .der Fakultät. Unterbricht man den Wasserfluss, wird ein Kontakt ausgelöst und dadurch ein Ton erzeugt.
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Die Praxis zeigt, dass es nicht ausreicht, nach einem abgeschlossenen Studium der Elektrotechnik die Programmierung zu lernen. Im Studium der Elektrotechnik fehlen wesentliche Grundlagen der diskreten Mathematik und Kenntnisse diskreter Strukturen mit den zugehörigen Algorithmen sowie Erfahrung mit der Strukturierung und dem Entwurf komplexer Systeme. Ebenso wenig reicht es aus, nach einem Studium der Informatik einen Kurs über Digitalelektronik anzuhängen. Im Studium der Informatik fehlen für die ingenieurmäßige Modellbildung wesentliche Teile der Ingenieurmathematik, wie z. B. die Theorie der Differentialgleichungen und Integraltransformationen, Teile der angewandten Physik sowie ein systemtheoretisches Verständnis der Elektrotechnik. Beiden Fachrichtungen ist gemeinsam, dass eine Einarbeitung in das jeweils fachfremde Gebiet in der Praxis nur schwer gelingt, da entscheidende Grundlagen des jeweils anderen Gebietes fehlen. Eine Einarbeitung in das andere Gebiet setzt also den Erwerb eines umfangreichen und gesicherten Grundlagenwissens voraus, der nachträglich am Arbeitsplatz erfahrungsgemäß kaum möglich ist.

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