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TU Berlin

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Fachstudium (1.- 3. Semester)
Modul-
beschreibung
Das Informatik-Fachstudium vertieft die Fachkenntnisse in Informatik. Es greift zurück auf die wissenschaftlichen Grundlagen des Bachelor-Studiums und baut diese Kenntnisse und Fertigkeiten aus. Es erlaubt eine Schwerpunktbildung im Rahmen des Lehrangebots des Fachs Informatik, die thematisch auf die Masterarbeit hinführen sollte. Innerhalb des Fachstudiums Informatik wählen die Studierenden ein Schwerpunktthema, aus dem auch das Thema der Masterarbeit stammen soll. Die Schwerpunktthemen des Masterstudiums orientieren sich an den aktuellen Herausforderungen, denen sich das Fach Informatik in den nächsten Jahrzehnten zu
stellen hat. Es sind vier Schwerpunktthemen vorgesehen:
1. System Engineering
SE
Bereits vor dem Entstehen des Internet war die Komplexität der Informatik-Systeme und ihre Beherrschung eine der größten Herausforderungen. Das Zusammenspiel nebenläufiger Aktivitäten in Hard- und Software und der daraus entstehende immense Zustandsraum hat die Informatik über Jahrzehnte beschäftigt. Hierarchisierung, Schichtung, Dezentralisierung, Modularisierung, Objekt-, Aspekt-, Serviceorientierung und Komponentenbasiertheit sind Begriffe, welche die Ansätze zur Beherrschung der Komplexität charakterisieren. Eine Vielzahl von Kalkülen, Verfahren, Sprachen und Werkzeugen wurde entwickelt, um den Entwurfsprozess zu automatisieren oder wenigstens unterstützen. Trotzdem bleibt die Erkenntnis, dass die Komplexität unserer Systeme schneller wächst als unsere Fähigkeit, sie zu beherrschen. Dies gilt umso mehr, je stärker die Vernetzung vorher isolierter Systeme voranschreitet. In diesem Schwerpunkt sind Module zusammengefasst, die sich dem Thema des Entwurfs beherrschbar komplexer Systeme aus verschiedenen Blickwinkeln der Informatik widmen.

Einzelthemen sind: Verteilte/Parallele Systeme, Datenbanken und Informationssysteme sowie die Integration heterogener Systeme, Software Engineering, Programmiersprachen und -systeme, Komponententechnologie, Model-Driven Development, Grid-Computing, Peer-to-Peer-Systeme, Leistungsanalyse /-modellierung, Rechnerarchitektur, Rechnertechnologie
2. Verlässliche Systeme
VS
Je stärker die Informationstechnologie in unsere Alltagswelt eindringt, desto abhängiger werden wir von ihrem reibungslosen Funktionieren. Fehlerhafte oder unvollständige Spezifikationen, Programmierfehler, Benutzungsfehler, ausnutzbare Schwachstellen, Verzögerungen oder Ausfälle können zu einem Fehlverhalten mit teilweise katastrophalen Folgen führen. Das Schwerpunktgebiet soll sich mit der Frage befassen: Wie kann man Systeme
bauen, die sicherer und verlässlicher arbeiten als die gegenwärtigen?
Einzelthemen sind: Sicherheit, Verlässlichkeit, Fehlertoleranz, Echtzeitverhalten, Spezifikation, Korrektheit, Verifikation, Testen, Modellbildung
3. Intelligente Systeme
IS
Ein klassisches Thema der Informatik ist die maschinelle Verarbeitung von Information mit dem Fernziel einer intelligenz-analogen Fähigkeit zur Wahrnehmung, Verknüpfung, Beurteilung und Entscheidungsfindung. Technische Systeme mit solchen Fähigkeiten werden eingesetzt, um den Menschen bei seinen Tätigkeiten zu unterstützen, zu entlasten und gelegentlich auch zu ersetzen.
Die Frage nach der Beziehung von Mensch und Maschine stellt sich dann nicht nur in Form der Gestaltung der Schnittstelle, sondern auch in der Form der Verantwortung. In welchem Umfang bleibt der Mensch noch integraler, entscheidender Bestandteil der entstehenden Wirkungsketten, was läuft an ihm vorbei? Wie gestalten wir eine Welt, in der der Mensch in vielen Prozessen außen vor bleibt, weil er zu langsam ist, weil man ihn nicht belästigen will, weil die Maschine den besseren Überblick hat?
In diesem Schwerpunkt sollen einerseits Technologien zusammengetragen werden, bei denen sich diese Fragen stellen, andererseits versucht werden, die sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen, ethischen und politischen Aspekte dieser Technologien auszuleuchten. Einzelthemen sind: Informationssysteme, Data Mining, Statistische Methoden, Künstliche Intelligenz, Neuroinformatik, Natürliche Intelligenz des Menschen, Sensorische Systeme und Kognition des Menschen, Visualisierung, Bildverarbeitung, Sprachverarbeitung, Robotik, Autonome Systeme, Mensch-Maschine-Interaktion, Expertensysteme, Agententechnologie,
Ambient Intelligence, Informatik und Gesellschaft, Informationsrecht, Ethische Verantwortung des Ingenieurs.
4. Kommunikationsbasierte Systeme
KS
Das Zusammenwachsen von Informations- und Kommunikationstechnologie führt zu einer Vielzahl neuartiger Dienste und Anwendungen. Ihre Bereitstellung unabhängig von Ort und Zeit über eine große Zahl heterogener Medien, drahtlos oder drahtgebunden, maßgeschneidert auf die Bedürfnisse des Benutzers in seinem aktuellen Kontext, erfordert einen integrierten Ansatz, der viele bisher getrennt betrachtete Forschungsbereiche einschließt. Der Schwerpunkt Kommunikationsbasierte Systeme umfasst daher alle Schichten, die zur
Bereitstellung neuartiger I+K-Anwendungen beitragen, angefangen von der Nachrichtenübertragung über die diversen Protokolle für spezifische Medien und Netzwerktypen bis hin zu den integrierenden Middlewareschichten und entsprechenden Anwendungen. Dies schließt auch Werkzeuge zu Entwurf und Modellbildung solcher Systeme ein.
Einzelthemen sind: Signalverarbeitung, Codierung, Protokolle, Mobilkommunikation, Ad-hoc-Netze, Sensornetze, Internettechnologie, Middleware, Multimedia, Netzwerksicherheit
Anwendungsfachstudium (1. - 3. Semester)
Das Anwendungsfachstudium ergänzt das Fachstudium durch eine andere Fachrichtung. Das im Bachelor-Studium gewählte Anwendungsfach soll beibehalten werden. Ein Wechsel des Anwendungsfachs kann beim Prüfungsausschuss beantragt werden. Als Anwendungsfach kann jedes Studienfach aus dem Angebot der wissenschaftlichen Hochschulen in Berlin und Brandenburg gewählt werden, das sich von Informatik hinreichend unterscheidet.
Der Fakultätsrat beschließt Empfehlungen für Anwendungsfächer und deren Studieninhalte. Abweichungen von den Empfehlungen müssen vom Prüfungsausschuss genehmigt werden.


Studium Generale (1. - 3. Semester)
In diesem Studienbereich soll eine breitere wissenschaftliche Bildung oder weitere für die berufliche Tätigkeit und wissenschaftliche Qualifikation nützliche Kenntnisse erworben werden. Die Module können aus dem Lehrangebot der wissenschaftlichen Hochschulen in Berlin und Brandenburg frei gewählt werden.
Hier gelten in etwa die selben Empfehlungen wie im Studium Generale des Bachelors.
Masterarbeit (4. Semester)
Zum Abschluss des Studiums soll in einer Masterarbeit gezeigt werden, dass der Absolvent die wissen-schaftlichen Methoden seines Fachs erfolgreich auf ein konkretes Problem anwenden kann. Die Bear-beitungszeit beträgt 6 Monate (Vollzeit). Zusätzlich zur Einreichung der schriftlichen Ausarbeitung sind die Ergebnisse der Arbeit in einem fakultätsöffentlichen Vortrag zu verteidigen. Die Masterarbeit ist typischerweise in die Forschungsprojekte der Fachgebiete integriert. Die angegliederten Forschungsin-stitute bieten ebenfalls attraktive, forschungsrelevante Themen an.


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