Inhalt des Dokuments
SpamAssassin Support
SpamAssassin bietet eine Fülle an Testroutinen, die Mails auf Spam-Inhalte checken. Jeder Test gewichtet die zu filternde Mail, bis am Schluß das errechnete Gewicht einer Mail darüber entscheidet, ob eine Mail als Spam deklariert wird oder nicht. SpamAssassin schreibt in jede Mail einen Zusatzheader "X-Spam-Status", der nach dem Filtern auf "Yes" oder "No" gesetzt wird. Wird eine Mail als Spam klassifiziert (X-Spam-Status: Yes), werden einige zusätzliche Informationen über den Testverlauf sowie die Entscheidungen des Filterprogrammes in die Mail aufgenommen.
Das Verhalten der vom Informatik Rechnerbetrieb installierten Spamassassin-Installation läßt sich von jedem Nutzer durch eine eigene Konfigurationsdatei beeinflussen. Zu diesem Zweck legt man sich ein Konfigurationsverzeichnis im eigenen Verzeichnis an: $HOME/.spamassassin . Im Verzeichnis .spamassassin wird weiterhin die Datei user_prefs angelegt, die die benutzerspezifische Konfiguration enthält.
Sämtliche Konfigurationsmöglichkeiten einer user_prefs sind hier beschrieben.
Als Schnelleinstieg dient hier die Beispiel-Vorlage eines simplen user_prefs (Kommentare sind durch # gekennzeichnet).
Um SpamAssassin individuell zu benutzen, benötigt man in der Home-Directory seines Unix-Bereiches eine Datei .procmailrc, in der folgende Zeilen stehen müssen:
:0fw
| /usr/local/bin/spamassassin
Damit werden die Mails gefiltert und entsprechend den Regeln als Spam gekennzeichnet. Soll die als Spam deklarierten Mails zusätzlich in einem speziellen Mailfolder gesammelt werden, so ist unter den obigen Zeilen nach einer Leerzeile folgende Anweisungen zu schreiben:
:0:
* ^X-Spam-Status: Yes
JUNK
Damit wird die Spam-Mail in einem Mailfolder "JUNK" gesammelt. Wichtige Hinweise:
- Die Anwendung der Spam-Routinen, insbesondere die standardmäßigen und möglicherweise benutzerdefinierten Konfigurationsparameter, liegen im eigenen Verantwortungsbereich.
- Spamassassin arbeitet lokal. Externe Verbindungen zu anderen Servern sind nicht vorgesehen: Blackholes werden bereits von unserem Mail-Server einbezogen, Routinen wie zum Beispiel Razor unterstützt unsere Installation aus unterschiedlichen Gründen nicht.
- Im .forward muß folgendes stehen: "|IFS=' ' && exec /usr/local/bin/procmail -t -f- || exit 75"
- Fehler im .procmailrc und .forward können die Zustellung jeglicher E-Mail verhindern und den gesamten Mailverkehr behindern.
- Der Pfad bzw. der Name des Mailfolders kann durch die procmail-Variable MAILDIR=/mail/folder/pfad gesetzt bzw. geändert werden. Eventuell ist der Pfad nach der Filterung wieder zurückzusetzen.
